csm_RUBYDemenz_Buehnenbild_d753039389.jpg Foto: Matthies Spieleprodukte GmbH & Co KG

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Forschungsprojekt RUBYDemenz - Technik und Älter werden passen eben doch zusammen!

Daniela Waltring-Weber

Ansprechpartnerin

Frau
Daniela Waltring-Weber

Tel: 0234 338 306 25

(Mo - Fr, 9 - 15 Uhr)
d.waltring@drk-bochum.de

Karl-Lange-Straße 53
44791 Bochum

Das Forschungsprojekt RUBYDemenz entwickelt eine Puppe, die es Menschen mit einer Demenz ermöglichen soll, eigenständig in der gewohnten Umgebung leben zu können.

Selbstbestimmt leben - auch mit Demenz

Auch Menschen mit Demenz wollen selbstbestimmt und im vertrauten Umfeld leben und das so lange wie möglich. Um dies zu schaffen, benötigen sie individuelle Unterstützung zur Bewältigung ihres Alltags. Oft sind es die Angehörigen, die diese Aufgaben übernehmen. Technische Hilfsmittel, digitale Vernetzung und die Erprobung von Mensch-Technik-Interaktion nehmen einen immer größer werdenden Stellenwert in unserem Alltag ein. Zunehmend werden digitale und technische Innovationen auch im Bereich Gesundheit, Pflege und Betreuung entwickelt und eingesetzt.

Hier setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern an:

Acht Partner aus Forschung, Wissenschaft und Technik sowie wir im DRK Bochum als Praxispartner arbeiten gemeinsam an einem Forschungsprojekt bei dem über mehrere Jahre untersucht wird, inwiefern eine speziell dafür entwickelte interaktive Puppe mit Roboter-Innenleben Menschen mit Demenz zu Hause unterstützen - und pflegende Angehörige bei der Betreuung entlasten kann. Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Weitere Informationen zu den Projektpartnern finden Sie hier.

Jeder kann teilnehmen!

Das Besondere an diesem Projekt ist, dass es sich um ein Forschungsprojekt handelt, an dem pflegende Angehörige, Menschen mit einer Demenz und auch freiwillige Begleiter und Begleiterinnen aktiv mit wirken können. 

Wir suchen Sie!

1. Interessierte Menschen, die sich zum RobotBegleiter oder zur RobotBegleiterin ausbilden lassen möchten, um im Projekt mitzuarbeiten: Haben Sie Interesse an einer Tätigkeit als RobotBegleitung? Dann füllen Sie das Bewerbungsformular aus, senden uns dieses per Post oder E-Mail zu oder rufen Sie uns an für ein erstes Kennenlernen. Hier geht´s zum Bewerbungsformular

2. Pflegende Angehörige und Menschen mit Demenz als Experten: Wir suchen Familien, in denen ein Angehöriger an einer Demenz erkrankt ist und die Freude daran haben, die Puppe mit technischem Innenleben bei sich zu Hause kostenlos zu erproben. Eine Kurzübersicht mit den wichtigsten Voraussetzungen und Inhalten für die Projektteilnahme haben wir Ihnen in unserem Informationsblatt zusammen gestellt.


Aktuelle Termine: Infoabend, Workshops, Kurse finden Sie hier

Wir freuen uns auf Sie!

Robot Begleitung - Damit es menschlich bleibt!

Freiwillige begleiten pflegende Familien

Das Projekt entwickelt nicht nur einen Roboter zur Ansprache für Menschen mit Demenz. Es bietet zusätzlich zu dessen Einsatz im Alltag auch menschliche Begleitung an. Da es nicht ausreicht, die Puppe mit einem Roboter-Innenleben wie ein Hilfsmittel in die Familie zu geben, werden Freiwillige zu RobotBegleitern und -Begleiterinnen aus- und fortgebildet. Sie sind Ansprechpartner für die Familien und "Co-Forscher" für die Wissenschaft und als aktive Mitglieder bei der Gestaltung und Ausweitung des Forschungsprojektes beteiligt.

 

Informationen über Qualifizierung und Tätigkeit der RobotBegleitung

Was tun RobotBegleiter und Begleiterinnen? - Co-Forscher im Auftrag der Wissenschaft

RobotBegleiter*innen sind freiwillige Mitarbeitende, die die Familie während der Erpobungsphase begleiten und als "Co-Forscher" aktiv bei der Weiterentwicklung der Robotik-Puppe mit arbeiten. So werden unter anderem die Erfahrungen der Nutzer mit den Puppen an die Projektpartner qualifiziert weiter geleitet. 

Begleiten, Protokollieren, Motivieren, Stärken...

Während des Projektzeitraumes sind RobotBegleiter*innen von Anfang bis Ende als Unterstützer und Begleiter in den Familien dabei: Sie helfen den Familien bei der Einführung der Puppe mit Roboter-Innenleben und begleiten sie während der Zeit, in der die Puppe bei ihnen "wohnt". Die Puppe zieht für ca. drei bis vier Monate bei "ihrer Familie" ein. Das Üben der Technik gehört dabei ebenso dazu, wie das Vermitteln von Sicherheit und Motivieren zur Beschäftigung mit der Puppe. 

Während der gesamten Zeit sammeln sie biografische Daten, protokollieren das Beobachtete für die wissenschaftliche Evaluation und setzen sich mit ethischen Fragen der Nutzung von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung auseinander.

Insbesondere werden unsere RobotBegleiter*innen sensibilisiert, darauf zu achten, dass die Interessen von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen stets gewahrt werden.

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, was RobotBegleiter*innen tun, können Sie ich hier das Infoblatt herunter laden: Info RobotBegleitung

Interessieren Sie sich für eine Mitarbeit als RobotBegleitung? Dann füllen Sie das Bewerbungsformular aus, senden uns dieses per Post oder E-Mail zu oder rufen Sie uns an für ein erstes Kennenlernen. Hier gehts zum Bewerbungsformular

Sie haben Interesse an einem Infoabend oder einem Qualifizierungskurs? Dann nutzen Sie den Link zu den aktuellen Terminen

Die Puppe und was sie alles kann

Die RUBYDemenz-Puppe sitzt entspannt. Foto: Matthies Spieleprodukte GmbH & Co KG

Pflegebedürftige Angehörige guten Gewissens alleine zu Hause lassen? 

Viele haben Angst, dass gerade dann etwas passiert. Die interaktive Stoffpuppe kann in solchen Fällen helfen und

  • einen Menschen mit Demenz beruhigen
  • an Termine und an regelmäßiges Trinken erinnern
  • für Leben und Lachen sorgen: die Puppe kann Witze erzählen, niesen und gähnen
  • wichtige Daten für Angehörige und Betreuungs- oder Pflegepersonal speichern
  • ...und noch einiges mehr.

Die Unterstützung der Puppe im Projekt RUBYDemenz soll Angehörigen mehr Freiheit im Alltag ermöglichen sowie einem Menschen mit Demenz das eigenständige Leben vereinfachen. Sie ist jedoch nicht als medizinisches Hilfsmittel zu sehen. Im Laufe des Projektes werden die Fähigkeiten der Puppe immer weiter entwickelt und den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmenden Personen angepasst.  

Projektpartner RUBYDemenz

Das Projekt "RUBYDemenz" ist das Folgeprojekt zu "Our Puppet", das in den Jahren 2016 bis 2019 von der DRK Alzheimerhilfe Bochum erfolgreich begleitet wurde. 

Das Projekt "RUBYDemenz" mit einem Gesamtvolumen von 2,54 Mio € wird vom Bundesforschungsministerium im Förderschwerpunkt "Robotische Systeme für die Pflege" zu 90 Prozent gefördert. 

Neben dem DRK Bochum als Praxispartner sind weitere 8 Partner an der Forschungsarbeit beteiligt:

  • ANASOFT TECHNOLOGY AG, Bochum
  • Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V., Dortmund
  • Forschungsinstitut für Telekommuniation und Kooperation e.V., Dortmund
  • Hochschule für Gesundheit, Bochum
  • Hochschule Rhein-Waal, Kleve
  • Hochschule Niederrhein, Krefeld
  • Matthies Spieleprodukte GmbH & Co. KG, Hamburg
  • Technische Universität Berlin, Berlin

Für eine erste weiterführende Information zum Projekt "RUBYDemenz" sowie zu den Aufgaben der beteiligten Partner, besuchen Sie auch die Webseite RUBYDemenz.de

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